Kapitalanlagerecht
Schweizerisches Kapitalanlagerecht / Anlegerschutz

Der gute Ruf des schweizerischen Finanzplatzes wird immer wieder für die Anlockung von Kundschaft für dubiose Kapitalanlagegeschäfte ausgenutzt. Der Anlegerschutz wurde in der Schweiz in den letzten Jahren nun stark verbessert.

Mit dem Börsen- und Effektenhandelsgesetz (BEHG) wurden neben den Banken auch reine Broker/Effektenhändler der Aufsicht der Eidgenössichen Finanzmarktaufsicht FINMA (ehemals: EBK) unterstellt. Weiter wurden den Banken und den Brokern/Effektenhändlern Informations-, Treue- und Sorgfaltspflichten auferlegt.

Am 01.01.2007 ist das Kollektivanlagengesetz (KAG) in Kraft getreten. Das Gesetz gilt für sogenannte kollektive Kapitalanlagen, also Vermögen, die von Anlegern zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und für deren Rechnung verwaltet werden. Darunter fallen offene und geschlossene Kapitalanlangen, insbesondere also Anlagefonds (Investmentvermögen) und geschlossene Fonds. Alle Kollektivkapitalanlagen benötigen nun eine Bewilligung der Aufsichtsbehörde.

Mit einer Änderung der Bankenverordnung (BankV) wurden per 1. April 2009 neu auch die Devisenhändler der Aufsicht der FINMA unterstellt. Damit wurde eine weitere Lücke im Anlegerschutz in der Schweiz geschlossen.

Damit unterstehen nun einzig reine Vermögensverwalter nicht der Aufsicht der FINMA. Diese unterstehen alleine der Geldwäschereigesetzgebung, die jedoch nichts mit Anlegerschutz zu tun hat.